Krankheitsweg

30. Juli 2019

Beginn der 1. Therapie. Selenase (Selen) und Misteltherapie zum selber spritzen. Misteltherapie: Montag/Mittwoch/Freitag jeweils in den Oberschenkel. Tropfen und Selenase: jeden Tag

7. August 2019

Mein Tumor am Hals wurde entfernt, die Operation wurde als ambulant geplant, jedoch muss ich wegen Gefahr von inneren Blutungen zur Sicherheit über Nacht bleiben, da der Tumor zu weit unten lag. In der Wunde liegt eine Drainage (kleiner Schlauch) damit das Blut kontrolliert aufgefangen werden kann.
Tumor beim Hals

4. August 2019

Heute ist der Onkel von meinem Mann verstorben, er hatte auch Darmkrebs. Vor einer Woche hatten wir das erse mal zusammen telefoniert, es tat sehr gut mit einem Menschen, der das Gleiche durchmacht und den man noch kennt. Wir hatten mehrere Telefonate zusammen, ich weiss noch was er immer zum Schluss sagte: «die anderen sagen gute Besserung, wie sagen wir es…». Es war ein Schock, Angst – als hätte mir jeamdn den Boden unter den Füssen weggenommen. Ich war alleine zu Hause, mir ging so vieles durch den Kopf… Ich wusse, dass ich stark bleiben muss und auf die Operation vorbereiten weil es noch vieles zu tun gab. Und diese Ablenkung kommt jetzt gerade richtig, um das zu verarbeiten. An die Angehörigen ein grosses Beileid.

7. August 2019

Die Ambulante Operation, die zur Stationären wurde. Es wahr noch ruhig ihm Spital. Die Vorbereitung ging schnell, schwups schon war ich in dem kalten Operation Saal, es wahr ruhig bei der Vorbereitung. Ich war nicht nervös brauchte auch keine beruhigende Spritze, ich dachte nur alle Jahre im Juli das gleiche. Meine Einstellung «es ist ja nur eine kleine Operation». Beim Aufwachen, dachte ich «und schon ist alles vorbei» und jetzt geht es schnell, mein Tumor in der grösse von einem kleinen Wachtel-Ei ist schon unterwegs Richtung Untersuchung. Im zimmer nach ein paar Nickerchen fühlte ich mich gut und wollte schon wieder auf die Beine um mich zu bewegen… Ich erhole mich meistens gut nach einer Operation, aber leichte Spuren hinterliess sie. Mein Puls wollte nicht so recht und auf einmal hiess es, dass ich nicht nach Hause darf, ich muss eine Nacht bleiben, um eine Verblutung zu vermeiden. Ich habe ich einen Schlauch mit dem Behälter am Hals. Um die Zeit ein wenig zu kürzen, schreibe ich gerade den Brief an Euch, es ist spät und alles ruhig mit zwei Frauen im Zimmer wo immer etwas los ist… Eines noch: ich freue mich, Morgen wieder zu Hause bei meiner Familie zu sein.

14.08.2019

Ein Tag mit Emotionen

Hallo zusammen Heute war ein spezieller Tag, ich hatte um 07:45 den Termin bei meiner Ärztin. Heute ging es um das Resultat (der Biopsie), wie es weiter geht, und wann die Therapie starten wird. «Leider sind die Ergebnisse noch nicht da», eröffnete die Ärztin das Gespräch, «die kommen nächste Woche». Sie erklärte es mir genau, was aber als Laie schwierig zu verstehen ist, wie die Therapie funktionieren wird. Soviel wie euch erklären kann, ist, dass sie sehr viele Nebenwirkungen auslösen wird. So viele, dass es mein ganzen Leben beeinträchtigen wird.Ja ich werde mein Leben mit der Therapie leben müssen. Und da passierte es das erste Mal: meine Gefühle überkamen mich, schwermütig und rang mit den Tränen. In diesem Moment ging es aber nicht um mich, sondern um meine Familie und ich überwand die Tränen für meine Familie…«Was tue ich ihnen nur an, ich werde eine rissen Narben hinterlassen mit viel, mit sehr viel Schmerz», dachte ich. Ich versuchte auf einer Weise wieder stark zu bleiben. Es wird ja wohl später noch schlimmer kommen. Es wird eine Antikörpertherapie geben, die Nebenwirkungen werden sichtbar sein als Mitesser im Gesicht. «Sie werden aussehen wie eine Teenagerin», – «es gibt ja eine Salbe oder Puder zum Behandeln», sagte sie. Das war für mich in dieser Lage leider keine Antwort. Die Tränen zurück zu halten ist in einem solchen Fall einfach schwer. Ich versuchte, mich irgendwie aufrecht zu halten. Dass ich übersät bin mit Metastasen, das weiss man. Aber nein, es gibt nicht nur eine Sorte – es gibt viele verschiedene – in mir drin.Ich muss erfahren, dass man jene Metastasen, die sich operativ entfernen lassen behandeln wird. Die anderen Metastasen werden aber von der Therapie nicht abgetötet und werden überleben. Das Ausmass kann man sich einfach nicht vorstellen. Aber ab diesem Moment war das Thema nicht nur für mich als Betroffene schwer, ich sah, dass auch die Ärztin mit den Tränen rang.Sie weiss, was noch vor mir steht, sie weiss, was zu Hause auf mich warten wird: Familie. Ich weiss, dass ich die Botschaft zu Hause erzählen muss, es ist immer schwierig, sich mit so starken Emotionen sich klar auszudrücken.Die Umarmung, als ich nach Hause kam, sagte schon sehr viel…

11. September 2019

Hallo Zusammen Ich habe die erste Chemotherapie hinter mir, die welche gar nicht gut lief und auch meine beiden Jungs waren diese Woche nicht fit, weshalb ich erst jetzt schreibe. An diesem Tag ging es los, die erste Chemotherapie. Zuallererst war die Besprechung mit dem Arzt wie die Therapie ablaufen wird. Das Thema Nebenwirkungen war im Fokus: Übelkeit, Durchfall, Tiefer Blutdruck, Müdigkeit, Offene Stellen im Mund, Mitesser im Gesicht und auf Brust, Kein Sonnenlicht, usw. Das alles muss ich beachten, was an Nebenwirkungen auftreten kann… Ich sass auf dem Stuhl und merkte, wie es in den Körper fliesst. Für mich war es schlimm, man spürt, wie man keine Kontrolle mehr hat über seinen eigenen Körper. Das machte mir ein wenige Angst… Ich war so müde und habe die Hälfte der Therapie geschlafen, es war ein Unwohlsein bei mir. Die Therapie dauerte einen halben Tag, als ich zu Hause ankam, begannen die ersten Nebenwirkungen: ich musste mich mehrmals übergeben, wie auch am nächsten Tag. Da kamen die Nebenwirkungen erst recht hervor, Durchfall und sehr starke Müdigkeit – ich wollte nur noch schlafen… Doch ich konnte nicht, musste mich wach halten. Ja, denn meinen Jungs ging es ja auch nicht gut… Der Grössere Sohn hatte es nicht einfach, Kindergarten frisch angefangen und dann noch mit Mami wo nicht immer zu Hause ist, wieder Krank ist. Er hatte einen grossen Ausschlag am ganzen Körper und musste deshalb auch zum Art. Der Jüngste Sohn ging es auf einen Schlag plötzlich auch nicht mehr gut, er hatte starkes Fieber… Ich hatte meine ganze Kraft ausgeschöpft. Ich konnte kaum noch stehen, ich war so müde, hatte keinen Hunger. Prompt hatte ich alle Nebenwirkungen und es ging mir sehr schlecht. Ich hatte zwei Tage gekämpft und gehofft, dass es mir wieder besser geht. Ich schlief nur noch und hatte keinen Appetit mehr. Mein Hund "Buddy" hatte es gespürt, dass es mir nicht gut geht und er verfolgte mich auf Schritt und Tritt, auch wenn es nur Richtung Badezimmer war. Er schlief auch neben mir, auf einmal kommt er aber auf das Sofa hinauf - wo er eigentlich nicht sein darf, er schaute mich an und lag sich neben mich. Da wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Da rief ich an, um in die Notaufnahme zu gehen... In der Zwischenzeit ging es den beiden Jungs wieder besser: kein Fieber mehr und auch der Ausschlag klang langsam wieder ab. Im Notfall stellte sich heraus, dass ich noch einen Infekt hatte. Sie nahmen mich Stationär auf und behandelten mit Antibiotika. Nach drei Tagen durfte ich nach Hause, aber mit grosser Vorsicht, denn meine weissen Blutkörperchen sind sehr niedrig. Mein geschwächtes Immunsystem birgt eine hohe Ansteckungsgefahr für Infekte und ich müsste Isoliert werden… Es geht mir seit drei Tagen wieder besser und eigentlich hätte ich heute wieder Therapie. Aber ich habe sie verschoben, denn ich und meine Familie muss zuerst wieder Kräfte sammeln...

17. November 2019

Täglich den Schmerz unterdrücken.

Viele Fragen mich, wie es mir in der Zwischenzeit geht, wie ich die Therapie ertrage. Jede Therapie ist verschieden, einmal geht es und und ich komme wieder gut auf die Beine. Aber es gibt auch Therapie wo ich sehr müde bin und lange zum erholen brauche. Nebstdem habe ich ja auch Nebenwirkungen, die erst ein paar Tage nach der Behandlung auftreten: Schmerzen im Rücken, offene Wunden die zu Rissen werden in den Händen und Füssen, sogar bis ins Blut und Eiter in den Füssen. Manchmal kann ich deshalb kaum mehr gehen und ich kann fast nichts mehr in die Finger nehmen, da die kleinen Schnitte immer mehr Schmerzen - fast in allen Fingern. Ausgerechnet ich, wo gerne anpacke, wenn es mir gut geht. Täglich Blut zu sehen und die Wunden zu pflegen ist schon bald mein Alltag geworden. Am Abend, wenn die zwei Jungs im Bett sind, bin ich eine Stunde lang nur am pflegen und salben… Am Mittwoch ist die letzte Therapie, dann gibt es ein CT-Bild, das wird dann ein Tag wo die Zeit stehen bleibt. Ein Tag, der zeigen wird, ob die Chemotherapie gut angeschlagen hat. I

Krankheitsweg

30. Juli 2019

Beginn der 1. Therapie. Selenase (Selen) und Misteltherapie zum selber spritzen. Misteltherapie: Montag/Mittwoch/Freitag jeweils in den Oberschenkel. Tropfen und Selenase: jeden Tag

7. August 2019

Mein Tumor am Hals wurde entfernt, die Operation wurde als ambulant geplant, jedoch muss ich wegen Gefahr von inneren Blutungen zur Sicherheit über Nacht bleiben, da der Tumor zu weit unten lag. In der Wunde liegt eine Drainage (kleiner Schlauch) damit das Blut kontrolliert aufgefangen werden kann.
Tumor beim Hals

4. August 2019

Heute ist der Onkel von meinem Mann verstorben, er hatte auch Darmkrebs. Vor einer Woche hatten wir das erse mal zusammen telefoniert, es tat sehr gut mit einem Menschen, der das Gleiche durchmacht und den man noch kennt. Wir hatten mehrere Telefonate zusammen, ich weiss noch was er immer zum Schluss sagte: «die anderen sagen gute Besserung, wie sagen wir es…». Es war ein Schock, Angst – als hätte mir jeamdn den Boden unter den Füssen weggenommen. Ich war alleine zu Hause, mir ging so vieles durch den Kopf… Ich wusse, dass ich stark bleiben muss und auf die Operation vorbereiten weil es noch vieles zu tun gab. Und diese Ablenkung kommt jetzt gerade richtig, um das zu verarbeiten. An die Angehörigen ein grosses Beileid.

7. August 2019

Die Ambulante Operation, die zur Stationären wurde. Es wahr noch ruhig ihm Spital. Die Vorbereitung ging schnell, schwups schon war ich in dem kalten Operation Saal, es wahr ruhig bei der Vorbereitung. Ich war nicht nervös brauchte auch keine beruhigende Spritze, ich dachte nur alle Jahre im Juli das gleiche. Meine Einstellung «es ist ja nur eine kleine Operation». Beim Aufwachen, dachte ich «und schon ist alles vorbei» und jetzt geht es schnell, mein Tumor in der grösse von einem kleinen Wachtel-Ei ist schon unterwegs Richtung Untersuchung. Im zimmer nach ein paar Nickerchen fühlte ich mich gut und wollte schon wieder auf die Beine um mich zu bewegen… Ich erhole mich meistens gut nach einer Operation, aber leichte Spuren hinterliess sie. Mein Puls wollte nicht so recht und auf einmal hiess es, dass ich nicht nach Hause darf, ich muss eine Nacht bleiben, um eine Verblutung zu vermeiden. Ich habe ich einen Schlauch mit dem Behälter am Hals. Um die Zeit ein wenig zu kürzen, schreibe ich gerade den Brief an Euch, es ist spät und alles ruhig mit zwei Frauen im Zimmer wo immer etwas los ist… Eines noch: ich freue mich, Morgen wieder zu Hause bei meiner Familie zu sein.

14.08.2019

Ein Tag mit Emotionen

Hallo zusammen Heute war ein spezieller Tag, ich hatte um 07:45 den Termin bei meiner Ärztin. Heute ging es um das Resultat (der Biopsie), wie es weiter geht, und wann die Therapie starten wird. «Leider sind die Ergebnisse noch nicht da», eröffnete die Ärztin das Gespräch, «die kommen nächste Woche». Sie erklärte es mir genau, was aber als Laie schwierig zu verstehen ist, wie die Therapie funktionieren wird. Soviel wie euch erklären kann, ist, dass sie sehr viele Nebenwirkungen auslösen wird. So viele, dass es mein ganzen Leben beeinträchtigen wird. Ja, ich werde mein Leben mit der Therapie leben müssen. Und da passierte es das erste Mal: meine Gefühle überkamen mich, schwermütig und rang mit den Tränen. In diesem Moment ging es aber nicht um mich, sondern um meine Familie und ich überwand die Tränen für meine Familie…«Was tue ich ihnen nur an, ich werde eine rissen Narben hinterlassen mit viel, mit sehr viel Schmerz», dachte ich. Ich versuchte auf einer Weise wieder stark zu bleiben. Es wird ja wohl später noch schlimmer kommen. Es wird eine Antikörpertherapie geben, die Nebenwirkungen werden sichtbar sein als Mitesser im Gesicht. «Sie werden aussehen wie eine Teenagerin», – «es gibt ja eine Salbe oder Puder zum Behandeln», sagte sie. Das war für mich in dieser Lage leider keine Antwort. Die Tränen zurück zu halten ist in einem solchen Fall einfach schwer. Ich versuchte, mich irgendwie aufrecht zu halten. Dass ich übersät bin mit Metastasen, das weiss man. Aber nein, es gibt nicht nur eine Sorte – es gibt viele verschiedene – in mir drin.Ich muss erfahren, dass man jene Metastasen, die sich operativ entfernen lassen behandeln wird. Die anderen Metastasen werden aber von der Therapie nicht abgetötet und werden überleben. Das Ausmass kann man sich einfach nicht vorstellen. Aber ab diesem Moment war das Thema nicht nur für mich als Betroffene schwer, ich sah, dass auch die Ärztin mit den Tränen rang.Sie weiss, was noch vor mir steht, sie weiss, was zu Hause auf mich warten wird: Familie. Ich weiss, dass ich die Botschaft zu Hause erzählen muss, es ist immer schwierig, sich mit so starken Emotionen sich klar auszudrücken. Die Umarmung, als ich nach Hause kam, sagte schon sehr viel…

11. September 2019

Hallo Zusammen Ich habe die erste Chemotherapie hinter mir, die welche gar nicht gut lief und auch meine beiden Jungs waren diese Woche nicht fit, weshalb ich erst jetzt schreibe. An diesem Tag ging es los, die erste Chemotherapie. Zuallererst war die Besprechung mit dem Arzt wie die Therapie ablaufen wird. Das Thema Nebenwirkungen war im Fokus: Übelkeit, Durchfall, Tiefer Blutdruck, Müdigkeit, Offene Stellen im Mund, Mitesser im Gesicht und auf Brust, Kein Sonnenlicht, usw. Das alles muss ich beachten, was an Nebenwirkungen auftreten kann… Ich sass auf dem Stuhl und merkte, wie es in den Körper fliesst. Für mich war es schlimm, man spürt, wie man keine Kontrolle mehr hat über seinen eigenen Körper. Das machte mir ein wenige Angst… Ich war so müde und habe die Hälfte der Therapie geschlafen, es war ein Unwohlsein bei mir. Die Therapie dauerte einen halben Tag, als ich zu Hause ankam, begannen die ersten Nebenwirkungen: ich musste mich mehrmals übergeben, wie auch am nächsten Tag. Da kamen die Nebenwirkungen erst recht hervor, Durchfall und sehr starke Müdigkeit – ich wollte nur noch schlafen… Doch ich konnte nicht, musste mich wach halten. Ja, denn meinen Jungs ging es ja auch nicht gut… Der Grössere Sohn hatte es nicht einfach, Kindergarten frisch angefangen und dann noch mit Mami wo nicht immer zu Hause ist, wieder Krank ist. Er hatte einen grossen Ausschlag am ganzen Körper und musste deshalb auch zum Art. Der Jüngste Sohn ging es auf einen Schlag plötzlich auch nicht mehr gut, er hatte starkes Fieber… Ich hatte meine ganze Kraft ausgeschöpft. Ich konnte kaum noch stehen, ich war so müde, hatte keinen Hunger. Prompt hatte ich alle Nebenwirkungen und es ging mir sehr schlecht. Ich hatte zwei Tage gekämpft und gehofft, dass es mir wieder besser geht. Ich schlief nur noch und hatte keinen Appetit mehr. Mein Hund "Buddy" hatte es gespürt, dass es mir nicht gut geht und er verfolgte mich auf Schritt und Tritt, auch wenn es nur Richtung Badezimmer war. Er schlief auch neben mir, auf einmal kommt er aber auf das Sofa hinauf - wo er eigentlich nicht sein darf, er schaute mich an und lag sich neben mich. Da wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Da rief ich an, um in die Notaufnahme zu gehen... In der Zwischenzeit ging es den beiden Jungs wieder besser: kein Fieber mehr und auch der Ausschlag klang langsam wieder ab. Im Notfall stellte sich heraus, dass ich noch einen Infekt hatte. Sie nahmen mich Stationär auf und behandelten mit Antibiotika. Nach drei Tagen durfte ich nach Hause, aber mit grosser Vorsicht, denn meine weissen Blutkörperchen sind sehr niedrig. Mein geschwächtes Immunsystem birgt eine hohe Ansteckungsgefahr für Infekte und ich müsste Isoliert werden… Es geht mir seit drei Tagen wieder besser und eigentlich hätte ich heute wieder Therapie. Aber ich habe sie verschoben, denn ich und meine Familie muss zuerst wieder Kräfte sammeln...

17. November 2019

Täglich den Schmerz unterdrücken.

Viele Fragen mich, wie es mir in der Zwischenzeit geht, wie ich die Therapie ertrage. Jede Therapie ist verschieden, einmal geht es und und ich komme wieder gut auf die Beine. Aber es gibt auch Therapie wo ich sehr müde bin und lange zum erholen brauche. Nebstdem habe ich ja auch Nebenwirkungen, die erst ein paar Tage nach der Behandlung auftreten: Schmerzen im Rücken, offene Wunden die zu Rissen werden in den Händen und Füssen, sogar bis ins Blut und Eiter in den Füssen. Manchmal kann ich deshalb kaum mehr gehen und ich kann fast nichts mehr in die Finger nehmen, da die kleinen Schnitte immer mehr Schmerzen - fast in allen Fingern. Ausgerechnet ich, wo gerne anpacke, wenn es mir gut geht. Täglich Blut zu sehen und die Wunden zu pflegen ist schon bald mein Alltag geworden. Am Abend, wenn die zwei Jungs im Bett sind, bin ich eine Stunde lang nur am pflegen und salben… Am Mittwoch ist die letzte Therapie, dann gibt es ein CT-Bild, das wird dann ein Tag wo die Zeit stehen bleibt. Ein Tag, der zeigen wird, ob die Chemotherapie gut angeschlagen hat. I